Impulse / Pilgerpass

Pilgerpass

Pilgergebet

Am Start des Pilgerweges können Sie diesen Segen sprechen:

 

Gott segne deinen Blick zurück und den Schritt nach vorn.


Gottes Gegenwart segne dich, dass du nicht nur das Brausen hörst,
sondern auch das leise Säuseln des Windes, der weht, wo er will.


Gott segne dich,
dass der Duft, den der Wind herbei trägt,
in deiner Nase den Geruch einer neuen Welt verbreitet.


Gott segne dich, dass deine Hoffnung wächst und die Sehnsucht deines Herzens dir den Weg weist.

Zärtlichkeit, Liebe, Freude und Frieden mögen
auf den Flügeln des Windes zu dir reiten.


Gott segne dich,
dass du vom Wind der Stille ergriffen wirst,
der dir von dort entgegenkommt,
wohin du nicht mit eigener Macht,
aber mit Gottes Hilfe gelangst.


Gottes Segen begleite dich
auf deinem Pilgerweg und durch den Alltag.

Amen.

Stehen vor Gott

Kreuz, Landschaft, Wind wahrnehmen. Aufrecht stehen, Arme hängen lassen.

Handflächen vor der Brust aneinander legen.

 

Gott, ich stehe vor dir und du stehst zu mir.

Hände zur Schale öffnen.

 

Lass mich annehmen, was du mir schenken möchtest.

Schale nach vorne strecken.

 

Gott lass mich geben, was du von mir willst.

Schale teilen, die gestreckten Arme zu den Seiten führen.

 

Lass mich an den Herausforderungen dieses Tages in deine Weite hineinwachsen.

 

Arme nach oben ausstrecken.

Ich strecke mich aus nach Gott...

 

Hände zum Herzen führen.

... und ziehe das Ersehnte in mein Herz hinein.

 

Handflächen vor der Brust aneinander legen. Verbeugung.

Ich verbeuge mich vor dir, Gott.

 

Hände ausgleiten lassen.

Amen.

 

Quelle:

Petra Czeppat, nach Ester Caldelari, Christa Huber, Christoph Albrecht SJ

Bildbetrachtung

Tipp: In vielen Kirchen, aber auch auf Grabsteinen unserer Friedhöfe, eine Bildbetrachtung machen (Dauer: 5-10 Minuten)

Wahrnehmen wie der Boden mich trägt. Den Körper von innen spüren.
Der Atem kommt und geht.

Ich lasse das Bild auf mich wirken.
Was sehe ich? Was gefällt mir, was nicht?
Woran erinnert es mich?
Welche Gedanken und Gefühle steigen auf?

Ich verweile einige Zeit bei meiner Wahrnehmung.
Verändern sich meine Gedanken und Gefühle unter der Betrachtung?

Ich lasse meine Wahrnehmung wieder los.
Eindrücke, die mich belasten, fließen mit dem Ausatem in den Boden hinein.

Der Atem kommt und geht.
Den Körper von innen spüren. Spüren wie der Boden mich trägt.
Die Hände behutsam bewegen, ebenso die Arme und Beine.
Sich umblicken. Die Umgebung wahrnehmen.
Ins Hier und Jetzt zurückkehren.

Schweigend fahren

Eine Wegstrecke schweigend fahren (Tipp: Etwa 30 Minuten)

Vor Beginn: Atem beobachten - den Körper spüren - evtl. diesen Text lesen.

Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich nicht ersticke
im Berg der Arbeit.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich nicht verliere
im Irrgarten der Gedanken.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich wieder glauben kann
in den Zweifeln meiner Nächte.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich wieder sehe
in dem Nebel meiner Wünsche.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich wieder höre
in der Wirrnis der Stimmen.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich wieder öffne
für die Welt,
für den anderen,
für Gott.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich wieder ich selber bin
und nicht nur ein Schatten.

 

Hanni Neubauer

Singen in einer Kirche

Erleben Sie den Zauber von Gesang in einer leeren Kirche, in einer Gruppe oder auch allein. Gesangbücher liegen für Sie bereit. Sie können auch einen sich wiederholenden Taizé-Gesang über eine längere Zeit singen und dabei im Altarraum stehen oder langsam durch die Kirche schreiten. Zum Beispiel "Oculi Nostri" Ev. Gesangbuch; Nr. 789.5

Segen sprechen

Am Ende Ihrer Pilgertour können Sie einander folgenden Segen zusprechen

Die Hände von vorne auf die Schultern des Mit-Pilgers legen.
Einander in die Augen schauen.
Gott schaut dich an.

 

Hände über seinen Kopf halten.
(Wenn es beiden angenehm ist, mit den Händen den Kopf berühren.)
Er weiß was dein Herz bewegt und
schenkt dir was du brauchst.

 

Die Hände halten die Oberarme des Mit-Pilgers.
Sein Segen beschütze dich auf deinem weiteren Weg
und schenke dir Frieden.

 

Mit einer Hand ein Kreuz vor dem Mit-Pilger machen und/oder die Hände aneinanderlegen und sich vor dem anderen verbeugen.

 

Amen.

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